Rechtsschutzversicherung

Wozu eine Rechtsschutzversicherung da ist:
Eine Rechtsschutzversicherung dient dazu, das Kostenrisiko bei einem Rechtsstreit abzudecken. Kommt es also im privaten Leben, im Beruf oder im Straßenverkehr zu einem Streitfall, der sich nicht gütlich klären lässt, so übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten wie z. B. Anwaltsgebühren, Zeugengelder, Sachverständigenhonorare und anfallende Gerichtskosten.

Wer eine Rechtsschutzversicherung benötigt:

 

Privatrechtsschutz:
Jeder. Mitversichert sind Kinder im Vertrag der Eltern während der Schulzeit, der Berufsausbildung und des Studiums. Die Mitversicherung endet mit der erstmaligen Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit oder mit Heirat.

Berufsrechtsschutz:
Jeder abhängig beschäftigte Arbeitnehmer und Beamte.

Verkehrsrechtsschutz:
Jeder, der am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt.

Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz:
Jeder Mieter eines Hauses oder einer Wohnung für Streitigkeiten aus dem Mietverhältnis. Jeder Eigentümer von selbstgenutzten Wohnungen, Häusern und Grundstücken für nachbarrechtliche Streitigkeiten und Anliegerabgaben.

Wozu Sie eine Rechtsschutzversicherung benötigen:
Ob Unfall, Kündigung oder Ärger mit den Nachbarn – häufig können Streitfälle nur vor Gericht geklärt werden. Doch sind Recht haben und Recht bekommen oft Zweierlei. Hier zahlt sich eine Rechtsschutzversicherung aus. Nur so lässt sich das eigene Recht ohne finanzielle Risiken durchsetzen.

Privatrechtsschutz:

Der Privatrechtsschutz bietet eine Absicherung für die Rechtsangelegenheiten des täglichen Lebens. Abgesichert sind z. B. Streitigkeiten mit Telefonanbietern (Vertragsrechtsschutz), mit dem Finanzamt (Steuerrechtsschutz) oder mit dem Renten- oder Krankenversicherungsträger (Sozialgerichtsrechtsschutz).

Berufsrechtsschutz:

Abgesichert sind hier u. a. Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber oder Dienstherren, beispielsweise bei einer unberechtigten Kündigung oder bei Nichtzahlung von Gehältern.

Verkehrsrechtsschutz:

Versichert sind alle Streitigkeiten die aus dem Lebensbereich Straßenverkehr entstehen. So haben Sie Versicherungsschutz bei schlechten Werkstattleistungen (Vertragsrechtsschutz) und bei der Abwicklung von Leasing- und Finanzierungsverträgen. Weiterhin hilft der Rechtsschutz im Falle eines Unfalls die Ansprüche gegen den Verursacher durchzusetzen (Schadenersatzrechtsschutz).

Haus- und Grundstücksrechtsschutz:

Erhält der Mieter einer Wohnung eine zu hohe Nebenkosten abrechnung (Mietrechtsschutz), hilft die Rechtsschutzversicherung bei der Durchsetzung der Ansprüche. Als Eigentümer einer selbstbewohnten Immobilie kann man mit dem Nachbarn in Streit geraten. Die Gründe dafür können z. B. sein, dass er eine Garage zu nah an die Grundstükksgrenze baut oder Bäume und Sträucher nicht schneidet, die dann in das eigene Grundstück hineinwachsen. Sollte der Streit eskalieren trägt die Rechtsschutzversicherung die entstehenden Kosten.

 

Worauf man bei der Auswahl achten muss:

Obwohl sich die Rechtsschutzversicherungsprodukte in vielen Bereichen ähneln gibt es doch einige Punkte, in denen sie sich unterscheiden. Alle Rechtsschutzversicherer bieten Kombinationspolicen für die Dinge des täglichen Lebens. Diese versichern in einem Vertrag den Privat-, Berufs-, Verkehrs-, Wohnungs-und Grundstücksrechtsschutz für eigene, selbstgenutzte Immobilien. Diese Police ist deutlich günstiger als der separate Abschluss dieser vier Leistungsbereiche. Auch Selbstständige können im privaten Bereich diese Kombination abschließen. Oft gibt es jedoch die Möglichkeit, die privaten Bereiche über das Gewerbeprodukt abzuschließen.

 

Wichtige Ausschlüsse:

Generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen bleiben Rechtsangelegenheiten, die mit Folgendem im ursächlichen Zusammenhang stehen:

• Eigene Baumaßnahmen und deren Finanzierung • Familien- und Erbrecht (Im Erbrecht ist meist nur eine Beratung mitversichert.) • Abwehr von Schadenersatzansprüchen (Haftpflicht), ausgenommen sind Vertragsverletzungen.

 

Wie viel Sie absichern sollten:

Die abgesicherte Versicherungssumme sollte zwischen 500.000 Euro und einer unbegrenzten Summe liegen.

 

Was eine Rechtsschutzversicherung kostet:

Der Beitrag für eine Kombinationspolice beträgt 200 bis 350 Euro (bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro).

© [pma:] Finanz- und Versicherungsmakler GmbH. Es handelt sich hier nur um eine vereinfachte Darstellung. Die Produktauswahl kann nur auf einer umfassenden Analyse Ihrer Situation und Wünsche basieren. Die o.g. Vorschläge können diese nicht vollständig berücksichtigen. Bitte lassen Sie sich umfassend beraten! Stand 01/2014

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