Private Krankenvollversicherung

Wozu eine Krankenvollversicherung da ist:

Eine Krankenvollversicherung schützt die Versicherten vor existenzgefährdenden finanziellen Risiken im Krankheitsfall, indem sie die Kosten für medizinisch notwendige Behandlung, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel beim Arzt, Zahnarzt und im Krankenhaus übernimmt.

 Wer eine Krankenvollversicherung benötigt:
Jeder Bundesbürger mit einem ständigen Wohnsitz in Deutschland unterliegt der gesetzlichen Pflicht zur Krankenversicherung. In die private Krankenversicherung dürfen Angestellte, deren Jahresbruttoeinkommen

oberhalb der jährlich ab Januar vom Gesetzgeber festgelegten Versicherungspflichtgrenze liegt. Die Versicherungspflichtgrenze beträgt aktuell 53.550 Euro jährlich oder 4.462 Euro monatlich. Angestellte, deren Jahresbruttoeinkommen in 2014 unterhalb von 53.550 Euro bleibt, werden in der gesetzlichen Krankenkasse versicherungspflichtig. Selbständige und Beihilfeberechtigte können sich unabhängig von ihrem Einkommen privat versichern.

 

Worauf man bei der Auswahl achten muss:

Bei einem Arbeitgeber- oder Berufswechsel sollte grundsätzlich überprüft werden, ob die bestehende Krankenvollversicherung noch die richtige ist. Wer gesetzlich pflichtversichert ist, sollte zum gesetzlich vorgeschriebenen Einheitsbeitrag zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechseln, welche die besten Leistungen bietet und Versicherungslücken bzw. Unterversicherung durch Zusatztarife der privaten Krankenversicherung schließen. Angehörige ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.

Wer sich privat versichern kann, sollte private Angebote gründlich prüfen. Oft sind sie mit besserem Preis- und Leistungsspektrum auch für Familien bis zu zwei Kindern eine gute Alternative und mit Altersrückstellungen besser gerüstet gegen die steigenden Kosten – auch im Alter. Ein privater Krankenvollversicherungsschutz kann individuell nach Preis- und Leistungsvorstellungen zusammengestellt werden.

 

Wie viel Sie absichern sollten:

Die Krankenversicherung sollte Leistungen im ambulanten und stationären Bereich enthalten sowie die Kostenerstattung beim Zahnarzt. Jeder Erwerbstätige benötigt obligatorisch einen Krankentagegeldschutz gegen Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit in voller Höhe des wegfallenden Nettoeinkommens. Die Pflicht-Pflegeversicherung muss da abgesichert sein, wo die Krankenvollversicherung besteht. Eine Pflegezusatzversicherung ergänzt die teuren Lücken der Pflicht-Pflegeversicherung.

 

Was eine Krankenvollversicherung kostet:

Der Gesetzgeber gibt den gesetzlich Versicherten über die Krankenkassen einen Einheitsbeitrag vor. Dieser ist bei jeder Krankenkasse gleich hoch, aktuell 15,5 % des Bruttoeinkommens (Selbständige ohne Krankengeld 14,9 %) Wenn die gesetzliche Krankenkasse mit den Beitragseinnahmen ihrer Mitglieder nicht auskommt, ist sie berechtigt einen Zusatzbeitrag in unbegrenzter Höhe zu erheben.

Eine private Krankenversicherung kann bei vereinbarten Selbstbehalten deutlich preisgünstiger sein als ein Vertrag mit der gesetzlichen Krankenkasse, sie kann aber auch bei gewünschten weltweit gültigem Top-Versicherungsschutz entsprechend teurer sein. Die unabhängige individuelle Auswahl der passenden Tarife ist daher wichtig und empfehlenswert.

Die private Vollversicherung kostet für ein Kind je nach Versicherungsleistung zwischen 80 und 200 Euro Monatsbeitrag; 30–jährige zahlen monatlich zwischen 350 und 500 Euro, 40-jährige zwischen 500 und 600 Euro pro Monat.

Ein Arbeitgeberzuschuss oder ein BfA-Zuschuss ist zur gesetzlichen oder zur privaten Krankenversicherung gleich hoch. Nur die private Krankenversicherung bietet Altersrückstellungen und diverse Lösungsmöglichkeiten gegen hohe Beiträge im Alter an.

 

Welche Alternativen es gibt, um das Risiko abzusichern:

Es besteht eine Pflicht zur Krankenvollversicherung für alle in Deutschland lebenden Personen. Daher gibt es keine Alternative.

© [pma:] Finanz- und Versicherungsmakler GmbH. Es handelt sich hier nur um eine vereinfachte Darstellung. Die Produktauswahl kann nur auf einer umfassenden Analyse Ihrer Situation und Wünsche basieren. Die o.g. Vorschläge können diese nicht vollständig berücksichtigen. Bitte lassen Sie sich umfassend beraten! Stand 05/2014

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